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Allgemeine Geschäftsbedingungen für den TEEK-Hostelaufnahmevertrag der GGP-Gruppe

  1. Geltungsbereich
    1. Diese Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über die mietweise Überlassung von Hostelzimmern zur Beherbergung sowie alle für den Kunden erbrachten weiteren Leistungen und Lieferungen des Hostels TEEK (nachfolgend „Hostel“ genannt). Betreiber des Hostels TEEK ist die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik mbH, Carl-Hopp-Straße 19a in 18069 Rostock (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Rostock unter HRB 7873 und vertreten durch den Geschäftsführer Torsten Benz). Der Begriff „Hostelaufnahmevertrag“ umfasst und ersetzt folgende Begriffe: Beherbergungs-, Gastaufnahme-, Hostel-, Hostelzimmervertrag.
    2. Die Unter- oder Weitervermietung der überlassenen Zimmer sowie deren Nutzung zu anderen als Beherbergungszwecken bedürfen der vorherigen Zustimmung des Hostels in Textform, wobei § 540 Absatz 1 Satz 2 BGB abbedungen wird.
    3. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden finden nur Anwendung, wenn dies vorher ausdrücklich in Textform vereinbart wurde.
    4. Kunde im Sinne dieser Geschäftsbedingungen sind sowohl Verbraucher als auch Unternehmer im Sinne von §§ 13, 14 BGB.
  2. Vertragsabschluss, -partner; Verjährung
    1. Der Vertrag kommt durch die Annahme des Antrags des Kunden durch die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik zustande. Macht das Hostel dem Kunden ein verbindliches Angebot, kommt der Vertrag durch die Annahme des Hostelangebotes durch den Kunden zustande. Die Zimmerbuchung soll in Textform bestätigt werden.
    2. Vertragspartner sind das Hostel und der Kunde. Hat ein Dritter für den Kunden bestellt, haftet der Kunde dem Hostel gegenüber zusammen mit dem Dritten als Gesamtschuldner für alle Verpflichtungen aus dem Hostelaufnahmevertrag, sofern dem Hostel eine entsprechende Erklärung des Dritten vorliegt.
    3. Alle Ansprüche des Kunden bzw. des Dritten gegen das Hostel verjähren grundsätzlich in 1 Jahr ab dem Beginn der kenntnisabhängigen regelmäßigen Verjährungsfrist im Sinne von § 199 Abs. 1 BGB. Schadensersatzansprüche gegen das Hostel verjähren jedoch kenntnisabhängig spätestens in 3 Jahren, kenntnisunabhängig spätestens in 10 Jahren ab der Pflichtverletzung.
      Diese Verjährungsverkürzungen gelten nicht:
      - bei Ansprüchen, die auf Verursachung durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Hostels – auch seiner Erfüllungsgehilfen – beruhen.
      - bei fahrlässig verursachten Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
      Bei fahrlässig verursachten Sach- und Vermögensschäden gelten die verkürzten Verjährungsfristen nicht bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung den Vertrag prägt und auf die der Kunde vertrauen darf.
  3. Leistungen, Preise, Zahlungen, Aufrechnung
    1. Das Hostel ist verpflichtet, die vom Kunden gebuchten Zimmer bereitzuhalten und die daneben ggfls. vereinbarten Leistungen zu erbringen.
    2. Der Kunde ist verpflichtet, die für die Zimmerüberlassung und die von ihm in Anspruch genommenen weiteren Leistungen geltenden bzw. vereinbarten Preise des Hostels zu zahlen. Dies gilt auch für vom Kunden veranlasste Leistungen und Auslagen des Hostels an Dritte. Die vereinbarten Preise verstehen sich einschließlich der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Steuern und lokalen Abgaben. Nicht enthalten sind lokale Abgaben, die nach dem jeweiligen Kommunalrecht vom Gast selbst geschuldet sind, wie zum Beispiel Kurtaxe. Bei Änderung der gesetzlichen Umsatzsteuer oder der Neueinführung, Änderung oder Abschaffung lokaler Abgaben auf den Leistungsgegenstand nach Vertragsschluss werden die Preise entsprechend angepasst. Bei Verträgen mit Verbrauchern gilt dieses nur, wenn der Zeitraum zwischen Vertragsabschluss und Vertragserfüllung 4 Monate überschreitet.
    3. Das Hostel kann seine Zustimmung zu einer vom Kunden gewünschten nachträglichen Verringerung der Anzahl der gebuchten Zimmer, der Leistung des Hostels oder der Aufenthaltsdauer des Kunden davon abhängig machen, dass sich der Preis für die Zimmer oder für die sonstigen Leistungen des Hostels angemessen erhöht.
    4. Rechnungen des Hostels ohne Fälligkeitsdatum sind binnen 10 Kalendertagen ab Zugang der Rechnung ohne Abzug zahlbar. Das Hostel ist berechtigt, aufgelaufene Forderungen jederzeit fällig zu stellen und unverzügliche Zahlung zu verlangen. Bei Zahlungsverzug ist das Hostel berechtigt, die jeweils geltenden gesetzlichen Verzugszinsen zu verlangen. Zudem kann das Hostel im Verzugsfalle eine Gebühr in Höhe von 10,00 EUR pro Mahnschreiben geltend machen. Dem Hostel bleiben der Nachweis und die Geltendmachung eines höheren Schadens vorbehalten.
    5. Das Hostel ist berechtigt, bei Vertragsschluss – ggfls. unter Berücksichtigung der rechtlichen Bestimmungen für Pauschalreisen – eine angemessene Vorauszahlung oder Sicherheitsleistung zu verlangen. Die Höhe der Vorauszahlung und die Zahlungstermine können im Vertrag in Textform vereinbart werden.
    6. In begründeten Fällen, z. B. bei Zahlungsrückstand des Kunden oder Erweiterung des Vertragsumfanges, ist das Hostel berechtigt, auch nach Vertragsschluss eine Vorauszahlung oder Sicherheitsleistung im Sinne vorstehender Ziffer 5 oder eine Anhebung der im Vertrag vereinbarten Vorauszahlung oder Sicherheitsleistung bis zur vollen vereinbarten Vergütung zu verlangen.
    7. Der Kunde kann nur mit einer unstreitigen oder rechtskräftig festgestellten Forderung gegenüber einer Forderung des Hostels aufrechnen.
  4. Rücktritt des Kunden (Abbestellung, Stornierung)/Nichtinanspruchnahme der Leistungen des Hostels
    1. Ein Rücktritt des Kunden von dem mit dem Hostel geschlossenen Vertrag ist nur möglich, wenn ein Rücktrittsrecht im Vertrag ausdrücklich vereinbart wurde, ein sonstiges gesetzliches Rücktrittsrecht besteht oder wenn das Hostel einer Vertragsaufhebung ausdrücklich zustimmt. Die Vereinbarung eines Rücktrittsrechtes sowie die etwaige Zustimmung zu einer Vertragsaufhebung sollen jeweils in Textform erfolgen.
    2. Sofern zwischen dem Hostel und dem Kunden ein Termin zum kostenfreien Rücktritt vom Vertrag vereinbart wurde (Option), kann der Kunde bis dahin vom Vertrag zurücktreten, ohne Zahlungs- oder Schadensersatzansprüche des Hostels auszulösen. Das Rücktrittsrecht des Kunden erlischt, wenn er nicht bis zum vereinbarten Termin sein Recht zum Rücktritt gegenüber dem Hostel in Textform ausübt.
    3. Ist ein Rücktrittsrecht nicht vereinbart oder bereits erloschen, besteht auch kein gesetzliches Rücktritts- oder Kündigungsrecht und stimmt das Hostel einer Vertragsaufhebung nicht zu, behält das Hostel den Anspruch auf die vereinbarte Vergütung trotz Nichtinanspruchnahme der Leistung. Das Hostel hat die Einnahmen aus einer anderweitiger Vermietung der Zimmer sowie die ersparten Aufwendungen anzurechnen. Werden die Zimmer nicht anderweitig vermietet, so kann das Hostel den Abzug für ersparte Aufwendungen pauschalieren. Der Kunde ist in diesem Fall verpflichtet, mindestens 90 % des vertraglich vereinbarten Preises für Übernachtung mit oder ohne Zusatzleistungen zu zahlen. Dem Kunden steht der Nachweis frei, dass der Anspruch nicht oder nicht in der geforderten Höhe entstanden ist. Sofern das Hostel die Entschädigung konkret berechnet, beträgt die Höhe der Entschädigung maximal die Höhe des vertraglich vereinbarten Preises für die vom Hostel zu erbringende Leistung unter Abzug des Wertes der vom Hostel ersparten Aufwendungen sowie dessen, was das Hostel durch anderweitige Verwendungen der Hostelleistungen erwirbt.
    4. Die vorstehenden Regelungen über die Entschädigung gelten entsprechend, wenn der Gast das gebuchte Zimmer oder die gebuchten Leistungen nicht in Anspruch nimmt („No-Show“).
  5. Rücktritt des Hostels
    1. Sofern ein kostenfreies Rücktrittsrecht des Kunden innerhalb einer bestimmten Frist schriftlich vereinbart wurde, ist das Hostel in diesem Zeitraum seinerseits ebenfalls berechtigt, vom Vertrag kostenfrei zurückzutreten, wenn Anfragen anderer Kunden nach den vertraglich gebuchten Zimmern vorliegen und der Kunde auf Rückfrage des Hostels innerhalb von einer Woche auf sein Recht zum Rücktritt nicht verzichtet.
    2. Wird eine gemäß III. Ziffer 5 bzw. 6 vereinbarte oder verlangte Vorauszahlung oder Sicherheitsleistung auch nach Verstreichen einer vom Hostel gesetzten angemessenen Nachfrist nicht geleistet, so ist das Hostel ebenfalls zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt.
    3. Ferner ist das Hostel berechtigt, aus sachlich gerechtfertigtem Grund vom Vertrag außerordentlich zurückzutreten, insbesondere falls:
      - höhere Gewalt oder andere vom Hostel nicht zu vertretende Umstände die Erfüllung des Vertrags unmöglich machen;
      - Zimmer schuldhaft unter irreführender oder falscher Angabe oder Verschweigen wesentlicher Tatsachen (z. B. in der Person des Kunden, der Zahlungsfähigkeit  oder des Aufenthaltszwecks) gebucht werden;
      - das Hostel begründeten Anlass zu der Annahme hat, dass die Inanspruchnahme der Hostelleistung den reibungslosen Geschäftsbetrieb, die Sicherheit oder das Ansehen des Hostels in der Öffentlichkeit gefährden kann, ohne dass dies dem Herrschafts- bzw. Organisationsbereich des Hostels zuzurechnen ist;
      - ein Verstoß gegen I. Ziffer 2 vorliegt.
    4. Bei berechtigtem Rücktritt des Hostels entsteht kein Anspruch des Kunden auf Schadensersatz.
  6. Zimmerbereitstellung, -übergabe und -rückgabe
    1. Der Kunde erwirbt keinen Anspruch auf die Bereitstellung bestimmter Zimmer, soweit dieses nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
    2. Gebuchte Zimmer stehen dem Kunden frühestens ab 16.00 Uhr des vereinbarten Anreisetages zur Verfügung. Der Kunde hat keinen Anspruch auf eine frühere Bereitstellung.
    3. Die Zimmer sind am vereinbarten Abreisetag dem Hostel spätestens um 10.00 Uhr geräumt zur Verfügung zu stellen. Danach kann das Hostel im Falle einer verspäteten Räumung des Zimmers für dessen vertragsüberschreitende Nutzung bis 18.00 Uhr 50 % des aktuell gültigen Tageslogispreises in Rechnung stellen, ab 18.00 Uhr sodann 100 %. Vertragliche Ansprüche des Kunden werden hierdurch nicht begründet. Ihm steht es frei, nachzuweisen, dass dem Hostel kein oder ein wesentlich niedrigerer Anspruch auf Nutzungsentgelt entstanden ist. Darüber hinaus bleiben dem Hostel der Nachweis und die Geltendmachung eines höheren Schadens vorbehalten.
  7. Haftung des Hostels
    1. Das Hostel erfüllt seine Verpflichtungen aus dem Vertrag mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes. Ansprüche des Kunden auf Schadenersatz sind ausgeschlossen. Sollten Störungen oder Mängel an den Leistungen des Hostels auftreten, wird das Hostel bei Kenntnis oder auf unverzügliche Rüge des Kunden bemüht sein, für Abhilfe zu sorgen. Der Kunde ist verpflichtet, dem Hostel den Mangel unverzüglich anzuzeigen und das ihm Zumutbare beizutragen, um die Störung zu beheben und einen möglichen Schaden gering zu halten. Im Übrigen ist der Kunde verpflichtet, das Hostel rechtzeitig auf die Möglichkeit der Entstehung eines außergewöhnlich hohen Schadens hinzuweisen. Soweit der Kunde die Mängelanzeige schuldhaft unterlässt, können weder Minderungsansprüche noch Schadenersatzansprüche geltend gemacht werden.
    2. Sämtliche in diesen AGB enthaltenen Haftungsbeschränkungen und Haftungsausschlüsse gelten nicht bei Ansprüchen, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Hostels, eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Hotels beruhen. Die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit bleibt unberührt und bemisst sich nach den gesetzlichen Bestimmungen. Dies gilt auch für die zwingenden Bestimmungen nach dem Produkthaftungsgesetz, bei einer vom Hostel übernommenen Garantie sowie bei der Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Im Falle der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung jedoch auf den Ersatz der typischen, vorhersehbaren Schäden beschränkt.
    3. Bei Vorliegen eines Pauschalreisevertrags ist die vertragliche Haftung des Hostel für Schäden, die nicht Körperschäden sind und nicht schuldhaft herbeigeführt wurden, auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Für eingebrachte Sachen haftet das Hostel gegenüber dem Kunden nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 701 ff. BGB höchstens bis zu dem Betrag von 3.500,00 EUR. Für Geld, Wertpapiere und Kostbarkeiten tritt an die Stelle von 3.500,00 EUR der Betrag von 800,00 EUR.
      Sofern der Gast Geld, Wertpapiere und Kostbarkeiten mit einem Wert von mehr als 800,00 EUR oder sonstige Sachen mit einem Wert von mehr als 3.500,00 EUR einzubringen wünscht, bedarf dies einer gesonderten Aufbewahrungsvereinbarung mit dem Hostel. Eine Aufbewahrung im Hostelsafe wird grundsätzlich empfohlen. Für eine weitergehende Haftung des Hostels gilt die vorstehende Regelung des VII. Ziffer 1.
    4. Soweit dem Kunden ein Stellplatz auf einem Hostelparkplatz – auch gegen Entgelt – zur Verfügung gestellt wird, kommt dadurch kein Verwahrungsvertrag zustande. Bei Abhandenkommen oder Beschädigungen auf dem Hostelgrundstück abgestellter oder rangierter Kraftfahrzeuge und deren Inhalte haftet das Hostel nur entsprechend VII. Ziffer 1.
    5. Nachrichten, Post und Warensendungen für die Kunden werden ebenfalls mit größter Sorgfalt behandelt. Das Hostel übernimmt die Zustellung und Aufbewahrung (jeweils im Hostel) sowie – auf Wunsch – gegen Entgelt die Nachsendung derselben. Vorstehende Regelung des VII. Ziffer 1 gilt entsprechend.
    6. Zurückgebliebene Sachen des Kunden werden nur auf Anfrage, Risiko und Kosten des Kunden nachgesandt. Das Hotel verpflichtet sich, sofern möglich, die Sachen 3 Monate aufzubewahren. Danach werden sie, sofern ein erkennbarer Wert besteht, dem lokalen Fundbüro übergeben.
  8. Veranstaltungen
    1. Hat der Kunde mit dem Hostel die Durchführung einer Veranstaltung im Hostel vereinbart, so hat er dem Hostel spätestens 3 Tage vor dem Termin der Leistungserbringung die Anzahl der geplanten Teilnehmer mitzuteilen, um eine sorgfältige Vorbereitung der Veranstaltung durch das Hostel zu sichern.
      Vorbehaltlich einer anderen Vereinbarung ist das Hostel im Falle der Erhöhung der Anzahl der tatsächlichen Veranstaltungsteilnehmer gegenüber der mitgeteilten berechtigt, den vereinbarten Preis pro rata zu erhöhen, im Falle der Reduzierung der Anzahl der tatsächlichen Veranstaltungsteilnehmer den Preis pro rata zu reduzieren, für die Differenz aus dem vereinbarten zum reduzierten Preis jedoch eine Ausfallschadenpauschale in Höhe von 60 % zu berechnen. Dem Hostel bleibt der Nachweis eines höheren Schadens, dem Kunden der eines niedrigeren Schadens vorbehalten.
      Bei Veranstaltungen, die über den vertraglich vereinbarten Zeitraum, andernfalls über 23.00 Uhr hinausgehen, kann das Hostel dadurch entstehende zusätzliche Aufwendungen, insbesondere für die Organisation und Durchführung von Nachfolgeveranstaltungen berechnen.
      Mitgeführte Ausstellungs- oder sonstige, (auch persönliche) Gegenstände befinden sich auf eigene Gefahr des Kunden in den Veranstaltungsräumen bzw. im Hostel. Es gilt Teil VII. Ziff. 2 dieser AGB. Mitgebrachte Gegenstände sind nach Ende einer vom Kunden durchgeführten Veranstaltung unverzüglich aus den Veranstaltungsräumen zu entfernen. Unterlässt der Kunde dies, kann das Hostel die Entfernung und Lagerung zulasten des Kunden vornehmen. Verbleiben die Gegenstände in vertragswidriger Weise im Veranstaltungsraum, kann das Hostel für die Dauer des Verbleibs eine angemessene Nutzungsentschädigung berechnen. Dem Kunden steht der Nachweis frei, dass der oben genannte Anspruch nicht oder nicht in der geltend gemachten Höhe entstanden ist. Darüber hinaus bleiben dem Hostel der Nachweis und die Geltendmachung eines höheren Schadens vorbehalten.
      Der Kunde darf Speisen und Getränke zu Veranstaltungen grundsätzlich nicht mitbringen. Ausnahmen bedürfen einer gesonderten, vorherigen, schriftlichen Vereinbarung mit dem Hostel. In diesen Fällen wird ein angemessener Beitrag zur Deckung der Gemeinkosten berechnet.
  9. Haftung des Kunden
    1. Der Kunde haftet für alle durch ihn oder ihm zurechenbare Personen verursachte Schäden und Verluste an Gebäude und Inventar nach den gesetzlichen Bestimmungen. Das Hostel kann vom Kunden die Stellung angemessener Sicherheiten (z.B. Kautionen, Bürgschaften) verlangen. Es obliegt dem Kunden, hierfür die entsprechenden Versicherungen abzuschließen. Das Hotel kann den Nachweis solcher Versicherungen verlangen.
    2. Wird dem Gast ein Transponder zur Türöffnung im Hostel zur Verfügung gestellt, so haftet der Kunde für die ordnungsgemäße Rückgabe des Transponders. Im Falle der schuldhaften Beschädigung bzw. des Verlusts des Transponders schuldet der Gast pauschalen Schadensersatz in Höhe von € 50,00. Dem Kunden steht der Nachweis frei, dass der oben genannte Anspruch nicht oder nicht in der geltend gemachten Höhe entstanden ist. Dem Hostel bleiben der Nachweis und die Geltendmachung eines höheren Schadens vorbehalten.
    3. Um Beschädigungen der Wände vorzubeugen, ist die Anbringung von Dekorationsmaterial oder sonstigen Gegenständen vorher mit dem Hotel abzustimmen. Der Kunde übernimmt die Gewähr dafür, dass von ihm genutztes Dekorationsmaterial den brandschutztechnischen Anforderungen entspricht. Im Zweifelsfalle kann das Hotel die Vorlage eines behördlichen Nachweises verlangen. Erfolgt ein solcher Nachweis nicht rechtzeitig, so ist das Hostel berechtigt, bereits eingebrachtes Material auf Kosten des Kunden zu entfernen.
    4. Für eine Veranstaltung notwendige behördliche Erlaubnisse hat sich der Kunde rechtzeitig auf eigene Kosten zu beschaffen. Ihm obliegt insoweit die Einhaltung öffentlich-rechtlicher Auflagen und sonstiger Vorschriften. Die für die Veranstaltung an Dritte zu zahlenden Abgaben, insbesondere etwaige GEMA-Gebühren, Vergnügungssteuer usw., hat der Kunde unmittelbar an den Gläubiger zu entrichten.
    5. Soweit das Hostel für den Kunden auf dessen Veranlassung technische oder sonstige Einrichtungen/Ausstattungen von Dritten beschafft, handelt es vorbehaltlich einer anderweitigen Vereinbarung im Namen, in Vollmacht und für Rechnung des Kunden. Der Kunde haftet für die pflegliche Behandlung und ordnungsgemäße Rückgabe dieser Einrichtungen/Ausstattungen und stellt das Hostel von allen Ansprüchen Dritter aus der Überlassung dieser Einrichtungen/Ausstattungen frei.
    6. Der Kunde ist verpflichtet, das Hostel spätestens mit seinem Buchungsantrag unaufgefordert darüber aufzuklären, ob und inwiefern die durch das Hostel zu erbringende Leistung und / oder die im Hostel geplante Veranstaltung, aufgrund eines politischen, religiösen oder sonstigen Charakters geeignet ist, öffentliches Interesse hervorzurufen und dabei die Belange des Hostel zu beeinträchtigen. Der Kunde ist nicht berechtigt, die Mieträume zur Durchführung von Versammlungen, Veranstaltungen und/oder Zusammenkünften zu nutzen oder nutzen zu lassen, auf denen nach seiner Kenntnis verfassungsfeindliches, rechtsextremes, rassistisches und/oder antisemitisches Gedankengut dargestellt und/oder verbreitet wird, sei es von ihm selbst oder von Besuchern der Versammlung, Veranstaltung und/oder Zusammenkunft.
      Zeitungsanzeigen, Werbemaßnahmen und Veröffentlichungen, die einen Bezug zum Hostel aufweisen und / oder die beispielsweise Einladungen zu Vorstellungsgesprächen bzw. Verkaufsveranstaltungen enthalten, bedürfen der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Hostel.
      Verletzt der Kunde seine Aufklärungspflicht oder erfolgt eine Veröffentlichung ohne eine solche Einwilligung, hat das Hostel das Recht, die Veranstaltung abzusagen und einen pauschalierten Schadenersatz in Höhe des für die Veranstaltung vereinbarten Entgelts geltend zu machen. Dem Hostel bleibt der Nachweis eines höheren Schadens, dem Kunden der eines niedrigeren Schadens vorbehalten.
  10. Schlussbestimmungen
    1. Änderungen oder Ergänzungen des Vertrags, der Antragsannahme oder dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Hostelaufnahmevertrag sollen in Textform erfolgen. Einseitige Änderungen oder Ergänzungen durch den Kunden sind unwirksam.
    2. Erfüllungs- und Zahlungsort ist der Sitz des jeweiligen Hostels.
    3. Ausschließlicher Gerichtsstand – auch für Scheck- und Wechselstreitigkeiten – ist im kaufmännischen Verkehr Rostock. Sofern ein Vertragspartner die Voraussetzung des § 38 Absatz 2 ZPO erfüllt und keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat, gilt als Gerichtsstand der Sitz des Hostels.
    4. Es gilt ausschließlich deutsches Sachrecht.
    5. Sollten einzelne Bestimmungen dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Hostelaufnahmevertrag unwirksam oder nichtig sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Vorschriften.

Stand: April 2019